
Sieben Forschungsgebiete, Messgeräte mitten im Wald und viel Zeit für Gespräche: Bei der Exkursion „Den Wald von morgen verstehen“ im Rahmen der Deutschen Waldtage berichteten Wissenschaftler*innen aus den Klima.Zukunftslaboren DIVERSA und FoResLab über die wichtigsten wissenschaftlichen Erkenntnisse und gaben Einblicke in ihre Arbeit, indem sie zeigten, mit welchen Methoden sie die Auswirkungen des Klimawandels auf Wälder untersuchen.
In kleinen Gruppen gingen insgesamt 25 Teilnehmende von Station zu Station. Das Spektrum der gezeigten Forschungsmethoden reichte von Bioakustik und Nachtfaltern über Laserscanning und Waldinventur bis zu Saftflussmessungen und einem Messturm, der den Austausch von CO₂, Wasserdampf und Energie zwischen Wald und Atmosphäre erfasst. Auch die Wahrnehmung klimawandelbedingter Veränderungen im Wald wurde mithilfe von 360°-Aufnahmen und VR-Brillen thematisiert. Die Forschenden zeigten ihre Messmethoden direkt vor Ort, erklärten deren Einsatz und kamen darüber mit den Teilnehmenden ins Gespräch. Dabei ging es auch um zentrale Fragen der Waldforschung: Wie reagieren Wälder auf Trockenheit, Hitze und andere Folgen des Klimawandels? Wie verändern sich Artenvielfalt und Wasserhaushalt – und was bedeutet das für die zukünftige Entwicklung der Wälder? Das Interesse war groß, es wurde viel nachgefragt und intensiv diskutiert. Für die Wissenschaftler*innen war besonders interessant, was für vielfältige Fragen Menschen außerhalb des eigenen Fachgebiets an ihre Forschung stellen, was genauer erklärt werden muss und welche Erfahrungen und Sichtweisen die Teilnehmenden mitbringen.
Organisiert wurde die Exkursion von den Klima.Zukunftslaboren DIVERSA und FoResLab. Beteiligt waren Wissenschaftler*innen der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt, der Georg-August-Universität Göttingen und weiterer Partnerinstitutionen. Ein besonderer Dank gilt den Organisator*innen und allen beteiligten Forschenden, die die Stationen vorbereitet und sich viel Zeit für Erklärungen, Fragen und Gespräche genommen haben.
Vom Wald in die Diskussion
Am Abend setzten DIVERSA und FoResLab den Austausch mit dem interaktiven Vortrag „Kollaps – Krise – Chance? Wälder und Menschen im Klimawandel“ fort. Prof. Dr. Carola Paul von der Universität Göttingen und Dr. Peter Meyer von der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt diskutierten mit den Teilnehmenden, wie Wälder auf Klimawandel und Störungen reagieren, welche Möglichkeiten das Waldmanagement hat und wie mit Unsicherheiten und unterschiedlichen Ansprüchen an den Wald umgegangen werden kann. Der Vortrag wurde aufgezeichnet und kann hier angeguckt werden: https://www.youtube.com/live/TxEMHCE3vBc
Mehr über die Forschungsstationen und die vorgestellten Methoden: https://zkfn.de/waldtage/
Impressionen des Tages











Weitere News
Alle
Gesunde Gartenböden – wir stehen drauf!
Publikation zum 5. Stadtgrüntag in Braunschweig
1 min. Lesezeit
BaKlimON wird assoziierter Partner
Bakterielle Klimaresilienz für gesunde Umwelt-, Tier- und Humansysteme
2 min. Lesezeit
Mückenmonitoring für eine gesunde Klimaanpassung
Teilprojekt von UMEX-HOPE erforscht Mückenpopulationen auf Krankheitserreger
3 min. Lesezeit