Waldstörungen und Klima prägen die Vielfalt von Tag- und Nachtfaltern
- 2. April 2026
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Mit dem Artikel „Disturbance Legacy and Landscape-Scale Temperature Variability Are Associated With Lepidoptera Richness in Temperate Forests“, erschienen im Journal of Biogeography, liegt die erste wissenschaftliche Publikation des Klima.Zukunftslabors DIVERSA vor. In der zugrunde liegenden Studie haben Imran Khaliq und Johannes Kamp untersucht, wie Waldstörungen und Temperaturvariabilität die Artenvielfalt von Schmetterlingen und Nachtfaltern in Deutschland beeinflussen.
Grundlage der Analyse sind umfangreiche Citizen-Science-Daten sowie modellierte Verbreitungsmuster von über 2.000 Arten. Die Ergebnisse zeigen differenzierte Entwicklungen: Während die Artenvielfalt von Schmetterlingen zwischen 2015 und 2019 weitgehend stabil blieb, nahm die Vielfalt der Nachtfalter zunächst zu und ging anschließend wieder zurück.
Zentral ist der Einfluss von Waldstörungen. Junge Störungen – etwa durch Windwurf oder Borkenkäferausbrüche – stehen in positivem Zusammenhang mit hoher Artenvielfalt, da sie strukturreiche, lichtdurchlässige Lebensräume schaffen. Mit zunehmendem zeitlichem Abstand zur Störung nimmt die Vielfalt hingegen ab, da sich die Wälder wieder schließen und Lebensräume homogener werden. Auch die Temperaturvariabilität auf Landschaftsebene wirkt unterschiedlich: Sie begünstigt die Artenvielfalt von Nachtfaltern, während sie bei tagaktiven Schmetterlingen mit niedrigeren Artenzahlen verbunden ist.
Die Studie hebt hervor, dass eine kleinräumige Vielfalt an Waldentwicklungsstadien entscheidend ist, um Lebensräume für unterschiedliche Arten zu erhalten. Ein solches Mosaik aus Strukturen und Sukzessionsphasen kann dazu beitragen, die Biodiversität zu sichern und Wälder unter den Bedingungen des Klimawandels resilienter zu machen.




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