Koordinationstreffen der Klima.Zukunftslabore in Braunschweig

Schnittstellen zwischen den Laboren im Fokus des Austauschs
  • 19. März 2026
  • 2 min. Lesezeit
Gruppenfoto KoordinationskreisGruppenfoto Koordinationskreis

Mitte März kam der Koordinationskreis der Klima.Zukunftslabore in Braunschweig zusammen. Gastgeber waren Open Cultures und das Urban Climate Future Lab (UCFL), mit ihren Sprecherinnen Prof. Dr. Tatjana Schneider und Prof. Dr. Vanessa Carlow. Das Programm führte die Teilnehmenden an die beiden eng benachbarten Standorte sowie zum gemeinsamen Mittagessen am Institut von Prof. Dr. Elisabeth Endres, die in beiden Laboren mitwirkt. Die räumliche Nähe der Einrichtungen spiegelte auch die inhaltliche Anschlussfähigkeit der Themen wider: Beide Labore beschäftigen sich mit der Frage, wie Städte im Klimawandel zukunftsfähig gestaltet werden können.

Im Mittelpunkt des Treffens stand der Austausch über gemeinsame Themen und Schnittstellen zwischen allen zurzeit noch fünf Klima.Zukunftslaboren. Deutlich wurde, dass in den Laboren ähnliche Klimadaten und Modelle eine Rolle spielen – und dass ihre Nutzung künftig stärker gemeinsam weiterentwickelt werden könnte. Diskutiert wurde daher, wie ein strukturierter Umgang mit diesen Grundlagen aussehen kann – mit dem Ziel, Synergien besser zu nutzen und parallele Entwicklungen zu vermeiden.

Auch die Herausforderungen transdisziplinärer Forschung waren ein zentrales Thema. Die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Verwaltung und Stadtgesellschaft stellt alle Labore vor ähnliche Fragen: Wie lassen sich unterschiedliche Perspektiven sinnvoll zusammenbringen? Und welche Formate tragen dazu bei, dass Kooperationen langfristig tragfähig bleiben?

Am Beispiel der Stadtlabore wurde zudem über die Gestaltung und Nutzung von Räumen gesprochen. Im Fokus stand die Frage, wie Räume so entwickelt werden können, dass sie tatsächlich angenommen werden und wie dieser Prozess gemeinsam mit Verwaltung und Stadtgesellschaft gestaltet werden kann. Gleichzeitig ging es um die langfristige Perspektive: Wie lässt sich nachvollziehen, ob und wie solche Orte genutzt werden? Und wie kann ein Monitoring über die Laufzeit der Projekte hinaus gelingen?

Weitere inhaltliche Schnittmengen zeigten sich im Bereich Mikroklima. Hier wurde der Wunsch nach einer engeren Vernetzung deutlich, um Querverbindungen frühzeitig zu erkennen und gemeinsam zu bearbeiten. Diskutiert wurde auch, wie Schnittstellen zwischen den Laboren konkret gestaltet werden können, um den Austausch zu erleichtern und an bestehende Forschung anzuknüpfen.

Eine zentrale Frage richteten die Teilnehmenden an Tabea Golgath vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur: Wie können die in den Klima.Zukunftslaboren erarbeiteten Ergebnisse stärker in Anwendungskontexte gelangen und in (politische) Entscheidungen einfließen? Deutlich wurde, dass es dafür nicht nur geeignete Transferformate braucht, sondern auch frühzeitige Anknüpfungspunkte zu relevanten Akteur*innen.

Das Treffen, dass vom ZKfN initiiert wurde, machte sichtbar, wie stark viele Themen bereits zwischen den Laboren anschlussfähig sind und wie wichtig Formate sind, in denen diese Bezüge erkannt, eingeordnet und weiterentwickelt werden können.

Ein besonderer Dank gilt den gastgebenden Laboren für die Organisation sowie für die offenen Einblicke und den Austausch vor Ort.

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