Kick-off für das neue Klima.Zukunftslabor UMEX-HOPE in Hannover
- 9. Oktober 2025
- 2 min. Lesezeit

Ballungsräume sind besonders stark von den Folgen des Klimawandels betroffen – mit Auswirkungen auf Mensch, Umwelt, Wirtschaft und Infrastruktur. Wie Städte und ländliche Regionen künftig widerstandsfähiger werden können, untersucht das neue Klima.Zukunftslabor UMEX-HOPE (Understanding the urban microclimate-ecosystem nexus to enable holistic climate adaptation in a changing climate).
Im Mittelpunkt des inter- und transdisziplinären Forschungsprojekts steht das Zusammenspiel von städtischem Mikroklima und Ökosystemen. Ziel ist es, Städte und Kommunen dabei zu unterstützen, ganzheitliche Klimaanpassungsstrategien zu entwickeln, die über bestehende Planungsinstrumente hinausgehen. Dafür werden Klimasimulationen, Feldmessungen, ökologische Landschaftsanalysen und Gesundheitsdaten zusammengeführt.
Mehr als 20 Wissenschaftler*innen und Praxispartner*innen kamen Anfang Oktober in Hannover zum offiziellen Projektstart zusammen. Nach einem Kennenlernen der sieben Teilprojekte stand der Austausch über gemeinsame Ziele, Herausforderungen und Arbeitsweisen im Mittelpunkt.
Künftig wird sich UMEX-HOPE unter anderem mit folgenden Themen befassen:
- Gesundheitsrisiken durch Hitze und Luftverschmutzung
- Allergierisiken durch Pollenflug
- Infektionsrisiken durch heimische und invasive Stechmücken
Dabei geht es auch um mögliche Zielkonflikte: Maßnahmen wie die Ausweitung von Grün- und Wasserflächen können das Stadtklima verbessern, gleichzeitig aber neue Herausforderungen mit sich bringen – etwa durch eine stärkere Ausbreitung von Mücken als Krankheitsüberträgern.
Als Kernergebnis sollen Karten entstehen, die unterschiedliche Gesundheitsrisiken im Stadtgebiet sichtbar machen und Planungsprozesse unterstützen. Ein webbasiertes Dashboard wird künftig Echtzeitdaten und Risikoanalysen bereitstellen, um stadtplanerische Entscheidungen und den Bevölkerungsschutz zu verbessern. Darüber hinaus soll das Dashboard auch zur Entwicklung von Echtzeit-Warnsystemen im Gesundheitsbereich beitragen. Ergänzend liefern Klimawandelprojektionen Hinweise darauf, wie sich heutige Anpassungsmaßnahmen langfristig auf urbane Ökosysteme auswirken könnten.
Städte und Kommunen sind eng in das Projekt eingebunden – sie bringen eigene Fragestellungen ein, nehmen an Workshops teil und unterstützen die Messkampagnen vor Ort.
Konsortium und externe Partner*innen
Das fachdisziplin- und standortübergreifende Konsortium vereint Wissenschaftler*innen der Leibniz Universität Hannover, der Technischen Universität Braunschweig, der Technischen Universität Berlin, der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, der Universitätsmedizin Göttingen und der GEO-NET Umweltconsulting GmbH. Hinzu kommen zahlreiche kommunale Praxispartnerinnen, darunter die Landeshauptstadt Hannover, die Region Hannover, die Stadt Braunschweig, die Gemeinde Wedemark, Nibelungen-Wohnbau-GmbH Braunschweig, das Niedersächsische Landesgesundheitsamt und das Umweltbundesamt.
Fördervolumen: bis zu 5 Mio. Euro
Projektdauer: 6 Jahre
Gefördert von: zukunft.niedersachsen
Ansprechpartner:in

Impressionen vom Kick-off







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